| Kommode aus
dem Barock.
Der Name "Kommode" ist im Deutschen seit 1754 belegt. Hier
übernahm man die französische Bezeichnung, die soviel heißt wie "bequem". Um
1700 hatten sich Kommoden in Frankreich und seit 1720 auch in Deutschland
durchgesetzt. Die frühen Stücke sind eigentlich typische Schlossmöbel, daher
auch entsprechend kostbar gearbeitet und eher selten im Handel anzutreffen.
Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Kommode scheint Andre-Charles
Boulle gewesen zu sein.
Hier nun eine dieser herrlichen Kommoden, deren Ursprung
wohl eher in Süddeutschland etwa in den Jahren zwischen 1740-60 zu finden
ist. Das allseitige Nussbaumfurnier und die feldig
eingesetzten Füllungen aus Nussbaum- und Nussbaumwurzel-
furnier, die Schellackpolitur, die geschweiften
Zargenfüßen, und die drei doppelt geschweiften Schubladen lassen auf ein
Schlossmöbel schließen. Zu dieser Zeit gibt es aber auch schon die
bürgerliche Kommode, die den höfischen Vorbildern entsprechen.
122 (B) x 80,5 (H) x 62 (T) |