|
Eine Kommode aus der
deutschen Gründerzeit.
Bei dieser vierschübigen Kommode aus der Gründerzeit gilt es
vor allem das herrlich chargierende Nussbaumfurnier als wirkliches
Schmuckelement hevorzuheben. Insbesondere nach der Grundrestaurierung
wird die Kommode dunkler, kontrastreicher und lebendiger in Erscheinung
treten. Grundrestaurierung meint: der alte Auftrag wird mit einem
Zieheisen abgezogen, es folgt eine anschließende Reinigung mit
Spiritus. Nachdem wir das Holz mit Schleiföl angefeuert haben,
lassen wir die anschließenden arbeitsaufwendigen Poliergänge
folgen. Das Nachpolieren hat eine ähnliche, aber weit weniger
intensive Wirkung.
Kaum vorstellbar, dass
gerade Kommoden, die in vorangegangenen Stilepochen weit verbreitet
waren, in der Gründerzeit, zumindest in Wohn- und Eßzimmern,
weit weniger Verwendung fanden. Dies mochte an ihrer fehlenden
vertikalen Weiterführung und ihrer prinzipiellen Schlichtheit
liegen - wir erinnern uns, dass gerade in der Gründerzeit die
primäre Stilintention das Repräsentieren war.
Heute, in durchschnittlich
weniger groß ausgelegten Wohnbereichen, mit der Möglichkeit
durch geliebte Einzelstücke und Stilmix seine Persönlichkeit
auszudrücken, haben wir auch wieder die Chance, diesen Kommoden
einen Platz in unserem Heim zukommen zu lassen, der eben nur uns
gefällt und den nicht die Mode vorgibt. Welche Freiheit!
94,5 cm (B,
Platte) x 87 cm (H) x 53 cm (T, Platte)
|