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Ein Sekretär, der in
einer Stilepoche entstanden ist, die nach dem zu dieser Zeit in
Frankreich herrschenden König Louis Philippe benannt ist, also
etwa um 1850.
Anderen vielleicht bekannt unter dem Begriff "zweites Rokoko" oder
"Neorokoko".
Die Bezeichnung Rokoko war eine Schöpfung des 18. Jahrhunderts,
eine Kombination aus Rocaille (Muschelwerk) und Barocco.
Die Möbel werden im Vergleich zum vorherigen Barock insgesamt
zierlicher und zeichnen sich durch spielerisch schwingende Ornamente
und schnörkelige Zierlelemenente aus.
Eine große Finesse erlangt dieser Sekretär durch die
Kombination von verspielter Leichtigkeit und schellackpoliertem
Eichenfurnier, das durch die Politur wunderschön feurig wirkt.
Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man sich das
dreigliedrige,liebevoll verarbeitete Nest betrachtet.
Hierzu gehören neun kleine Schubläden, eine kleine von
Pilastersäulen eingerahmte Tür und eine große,
schön gestaltete Schublade.
Der Sekretär ist, wie auf den Bildern gut zu sehen, noch
unrestauriert.
Die vorhandene Politur ist aber in
einem Zustand, der eine Restaurierung zulässt. Wir werden
also nach den notwendigen Holzarbeiten, die Oberfläche nicht
entfernen, sondern sie gründlich säubern, schleifen und
abschließend mehrere Male nachpolieren. Shellack auf Eiche
führt nicht zu einer hochglänzenden Oberfläche. Der
Eindruck ist irgendwo zwischen seidenmatt und glänzend.
102,5 cm (B) x
180 cm (H) x 54,5 cm (T)
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