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Eine Vitrine aus der Neogotik.
Kunstliebhaber der Gotik werden bei dieser Antiquität aus dem Historismus auf ihre
Kosten kommen. Typisch gotische Dekorformen, wie die hübschen Fialen oder das Maßwerk, um nur
zwei zu nennen, wurden zu einem harmonischen, überzeugenden Gesamtwerk verarbeitet.
Für die weniger Bewanderten (wie mich, bevor ich mich bewanderte): bei Fialen handelt es sich um Ziertürmchen, die zur Bekrönung von
Strebepfeilern dienten. Maßwerk ist eine Kreisbogenornamentik, hier als Vierpaß, häufig und wie
hier in Rosettenform. Aber ungern verliere ich mich in Fachsimpelei, sondern erwähne lieber
qualitative Details, die auf den Bildern nicht unbedingt zu erkennen sind. Die Vitrine selbst
ist nussbaumfurniert auf Weich- und Eichenholz, während die Innenschubladen, sowie die Innenseiten
der Türen mit Vogelahorn furniert sind. Die drei massiven Eichenböden sind 2cm stark, tragen also
auch Bücher und Geschirr.
130 cm (B) x 226 cm (H) x 48,5 cm (T, Korpus mit Säulen)
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