|
Eine Vitrine aus der Gründerzeit.
Eine auf Büchern sitzende Eule, eingerahmt von Blätterranken ziert die Krone dieser Vitrine aus der Gründerzeit. Eine auch von uns noch nicht
gesehene, sehr ungewöhnliche Applikation.
Bücher in der Krone, sowie Musikinstrumente, Globen oder Ähnliches in den unteren Türfüllungen kennt man
auch von Büchervitrinen aus Frankreich. Die Form der Vollsäulen und die oberen Kapitelle, als auch die Tiefe der Vitrine sind indes typisch für deutsche
Gründerzeitmöbel. Wir vermuten einen deutschen Möbelschreiner aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, der französische Vorbilder einbezogen und eine ganz
außergewöhnliche Vitrine hier in Deutschland geschaffen hat. Oder aber er hat den Wünschen eines sehr einfallsreichen Auftraggebers Folge geleistet.
Ich liebe Antiquitäten, die Rätsel aufgeben und die Fantasie beflügeln. Diese Vitrine schafft dies.
Leider hat sie in der Vergangenheit wohl
zu trocken gestanden. Das Eichenfurnier hat darunter gelitten und ist ein wenig brüchig geworden. Vor allem da, wo die Applikationen aufliegen, können
wir dies nicht in Gänze korrigieren. Der Rücken hat zwei Trockenrisse, die wir noch schließen werden, und ist gebogen. Nur bei genauem Hinsehen
erkennt man das nicht perfekte Schließen der rechten Tür im oberen Bereich.
Die vier originalen Einlegeböden aus Eiche lassen sich ganz nach Belieben
auf verschiedenen Höhen anordnen.
111 cm (B, Korpus) x 198,5 cm (H) x 37,5 cm (T, Korpus, ohne Säulen), 41,5 cm (T, mit Säulen)
|