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Antiquitäten Glossar

Die wichtigsten Stichworte und Personen der Antiquitäten- und Möbelstilgeschichte alphabetisch


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Abbeizen
Alte Farben werden durch chemische Prozesse vom Holz entfernt. Dies geschieht insbesondere bei Weichholzmöbeln zumeist mittels Ätznatron (konzentrierte Lauge, Ablaugen).
Ablaugen
.Entfernen alter Farben mittels Ätznatron. Das Möbel wird dabei komplett in ein Becken getaucht. Nach dem Ablaugen muss gründlich mit klarem Wasser nachgespült und anschließend mit Essigsäure neutralisiert werden. Danach geht die Restaurierungssarbeit erst richtig los. Ätznatron verändert den Farbton des Holzes. Deshalb sollte man diese Variante des Abbeizens insbesondere für Edelhölzer und Eiche nicht verwenden.
Ansteckplatten
Eine Variante einen Tisch zu verlängern; die Platten sind zumeist nicht im Tisch integriert und müssen separat verstaut werden. Sie werden bei Bedarf an den Stirnseiten eingesteckt.
Ausziehbar
Eine Variante einen Tisch zu verlängern; die Platten liegen hier unter der Tischplatte und werden bei Bedarf ausgezogen. Zumeist sind die Ränder der Platten sichtbar. Oft sind diese Platten aus anderem Holz gearbeitet als die Tischplatte (wird der Tisch ausgezogen, erwartet man Gäste, dann kommt eh ne Tischdecke auf den Tisch.
Barock
Stilepoche datiert von 1650 - 1770. "Die Freude am Vollen, Wuchtigen, Üppigen",  Barock
Bugholz
Von M. Thonet, in den 30er Jahren des 19. Jhdt. entwickeltes Verfahren, bei dem unter Wasserdampf meist Ahorn- oder Buchenholz gebogen und zu Stühlen verarbeitet wurde
Chaiselongue
Aus dem Stuhl durch Verlängerung der Sitzfläche entstandenes Ruhebett.
Einlegeplatten
Eine Variante einen Tisch zu verlängern; die Platten sind zumeist nicht im Tisch integriert und müssen separat verstaut werden. Die Tischplatte besteht zumeist aus 2 Hälften, die bei Bedarf auseinander gezogen werden. Die Einlegeplatten werden nun in der Mitte eingelegt. Oft sind unter der Tischplatte zusätzliche Beine angebracht, die den Tisch im ausgezogenen Zustand stützen.
Furnier
millimeterdünn geschnittenes, Holz. Dieses wird auf das Blindholz (meist Weichholz, aber auch z.B. Eiche) aufgeleimt. Auf diese Weise lässt sich ein Möbel veredeln. Man spricht von einem schönem Furnierbild, wenn bei der Auswahl des Furniers ein Gesamtbild im Möbel entsteht. Ihren Höhepunkt erreichte die Furniertechnik im 18. Jahrhundert. Komplizierte Motive (Geometrische Muster, Abbildungen von Personen o.ä.) bilden die Marketerie. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Furnier mit der Säge aus dem Stamm geschnitten (Sägefurnier). Dieses Vorgehen ergab Furniere mit einer Stärke von 3-5 mm und sehr viel Abfall. Heute wird Furnier mit Messern maschinell aus dem Stamm mit einer Stärke von ca. 1mm oder weniger geschält.
Gründerzeit
1871-1895, eine Stilepoche des Historismus, in Deutschland Gründerzeit, sonst Neorenaissance genannt, kantige Grundformen mit reicher Gliederung, Pilaster, Säulen Baluster, Diamentierung - Gründerzeit.
Hepplewhite, George (gest. 1786),
englischer Kunstschreiner und Entwerfer. Sein posthum 1788 erschienenes Stichwerk "The Cabinet-Maker and Upholstere´s Guide" war von großem Einfluss auf die europäische Möbelkunst, besonders auf die Gestaltung von Sitzmöbeln.
Historismus
fasst mehrere so genannte Neostile in der Zeit von 1830/40 bis etwa 1900/10 zusammen (auch zweite Zeit) - kurzfristig aufeinander folgend oder gleichzeitig stattfindend. Die Stilmerkmale von Gotik (Neogotik), Barock , Rokoko (Louis-Philippe) und Renaissance (in Deutschland Gründerzeit) wurden wieder aufgenommen aber auch stilistisch weiter entwickelt und/oder verändert. Möbeltypen wurden aktualisiert und neue entwickelt.
Intarsie
in das Grundholz werden andere Hölzer oder das gleiche Holz in anderer Maserrichtung eingelegt; manchmal auch Metall, Elfenbein oder Stein. Nicht zu verwechseln mit der Marketerie.
Klassizismus
1770-1850, beginnend mit dem Louis-Seize, folgte das Empire und schloss ab mit dem Biedermeier. Als Gegenbewegung   zum Überschwang des Barock und Rokoko. Die gestalterischen Elemente orientieren sich an der klassischen Antike.
Lisene
Flache, senkrechte, meist schmale Wandvorlage zur Gliederung einer Fläche.
Louis-Philippe
eine Stilepoche des Historismus. Benannt nach dem franz. Bürgerkönig (1830-48). Louis-Philippe oder alternativ Neorokoko. Wie im Rokoko Dominanz der geschwungenen und geschweiften Form.
Louis-Seize
1770-1790, frühe Phase des Klassizismus. Benannt nach dem französischem König Louis XVI (1774-1793). In Deutschland auch Zopfstil, in Österreich Josephinischer Stil und in England Late Georgian. Die Zugehörigkeit zum  Biedermeier als letzte Phase des Klassizismus ist meist sehr deutlich zu erkennen.
Mariage
oder auch Verheiratung von Teilen eines Möbels, die im Original nicht zusammengehörten; leider oft in betrügerischer Absicht verheiratet. Z.B., ein Buffetoberteil, welches auf ein fremdes Unterteil gestellt wird.
Marketerie
Geometrische oder figürliche Motive, erstellt durch eine Komposition  aus unterschiedlichen Furnieren; die Marketerie wird auf das Blindholz geleimt. Nicht zu verwechseln mit der Intarsie
Morris, William (1834 - 1896)
Architekt, Kunsthandwerker, Schriftsteller. Beeinflusst von den Theorien des Kunstschriftstellers J. Ruskin hatte er das Ziel, das Kunsthandwerk nach mittelalterlichem Vorbild zu erneuern. Durch seine Realisierung des Werkstattgedankens in der Firma "Morris, Marshall & Faulkner" (gegr. 1861) Wurde er zum Inspirator der "Arts and Crafts"-Bewegung. Die von ihm und den für ihn tätigen Entwerfern geschaffenen Möbel sind meist rustikal und schlicht.
Nähtisch
Kleiner Tisch zum Aufbewahren von Handarbeitsutensilien. Manchmal mit aufklappbarer Platte; die Schubladen sind meist unterteilt und enthalten kleine Fächer, Nadelkissen oder installierte Garnrollen. Die unterste Lade manchmal konisch verjüngend für die Aufnahme von Wolle, teilweise auch als Beutel ausgelegt.
Rocaille
Vorherrschendes Dekorationselement des Rokoko, in dem sich Muschelmotive, Felsmotive (frz. roc = Fels) und pflanzliche Motive zu asymmetrischen, bizarren Formen verbinden.
Rokoko
Spätphase des Barock (1730 - 1770). Etwas verspielter als das Hochbarock; geschwungene und geschweifte Formen (Rocaille); aufwendige und reiche Ausschmückung.
Thonet, Michael (1796 - 1871)
 Dt. Kunsttischler und Möbelfabrikant, ab 1842 in Wien tätig. Serienmäßige Herstellung von Bugholzmöbeln, nach einem von ihm entwickelten Verfahren (Holz über Dampf gebogen).
Velde, Henry van de (1863 - 1957)
 Belgischer Architekt und Designer. Vertreter des belgischen und deutschen Jugendstils, von 1899 bis 1914 in Deutschland tätig, wo er 1902 die kunstgewerblichen Lehranstalten in Weimar gründete.
Verheiratung, Verheiraten
 Mariage
Weichholz
Fasst die Nadelhölzer zusammen: Fichte, Tanne, Kiefer, ...
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