
Schreibtisch, Jugendstil, um 1900 |
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Benannt ist der
Jugendstil
nach der
Münchener Zeitschrift "Jugend", die ab 1886 erschien und sich
in erster Linie der Buchkunst und Grafik widmete.
Persönlichkeiten
aus Kunst und Architektur nehmen sich eines besonderen Projektes an:
aus Protest gegen die ständigen Wiederholungen vorangegangener
Stilepochen - Neorokoko, Neogotik, usw. - soll ein neuer Stil kreiert
werden. Sie machen sich die künstlerische und harmonische
Gestaltung der gesamten Umwelt des Menschen zur Aufgabe. Der neue Stil
soll klar, ehrlich und preiswert sein; ein Stil des Konstruktiven und
Sachlichen.
In der stilistischen
Fortentwicklung entstehen bald überreiche, nach
floralen Vorbildern verschlungene Formen ohne klare Linien und
Symmetrie. So sind oft Blumen, Ranken, Lianen, Lilien und Seerosen als
Motive des Jugendstils zu finden.
In der späteren Entwicklung werden
die Formen des Jugendstil wieder geradliniger und schlichter. Auch
die florale Ornamentik reduziert sich oft auf kleine
Blumenschnecken. In der Spätphase des Jugendstil werden florale
Anteile abstrakter und entfernen sich von der anfänglichen Intention
der Nachbildung der Natur.
Bedeutende
Entwerfer: Henry
van der Velde
(Belgien), Michael
Thonet
(Deutschland), William
Morris
(England)
Außerhalb
Deutschlands: Art Nouveau
(Frankreich), Edwardian (England)
Beispiele:
(aus unserem Katalog)
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